Ausstellung in den Foyers des PFL

09.03.2017 – 30.03.2017

Am Beispiel Chiapas, Mexiko

– Ölpalmen-Monokulturen
– Umsiedlungsprogramme in ‚nachhaltige‘ Landstädte
– Tourismusprojekte und ihre Folgen
– Aufbau solidarisch-ökologischer Alternativen


Zwangsumsiedlung in „Landstädte“ Mexiko zur Landgewinnung

Wenn das Land zur Ware wird

16.03.2017, 19.30 Uhr

Wenn das Land zur Ware wird
Mex/BRD 2013, 71 Min.
Regie: D. Siemers, L. Kerkeling

Der Dokumentarfilm thematisiert die Bedrohung der indigenen Gemeinden in Chiapas – Südmexiko durch Monokulturen, Infrastrukturausbau, Tourismusprojekte und Repression. Die kleinbäuerlichen Dorfgemeinschaften funktionieren bis heute auf der Basis von traditioneller Versammlungskultur, Selbstorganisation, Gemeinschaftsarbeit und Subsistenzwirtschaft. Ölpalmenplantagen, Autobahnen, touristische Ausflugsorte und die unter großem Druck erzwungene Zusammenfassung von Dörfern in so genannte „Landstädte“ sind nur einige Beispiele für neoliberale und technikgläubige „Entwicklungsprojekte“, die direkt oder indirekt die Lebensgrundlagen und Existenzweisen der Menschen angreifen und die Umwelt schädigen. Neben dem Widerstand der betroffenen Bevölkerungsgruppen, die für ein selbstbestimmtes Leben in Würde und im Einklang mit der Natur kämpfen und solidarische und ökologische Alternativen aufbauen, thematisiert das Projekt auch die Verbindungslinien zu urbanen Regionen und den KonsumentInnen im reichen Norden, denn der Hunger nach Palmfett, Agrosprit und komfortabel-exotischem Tourismus wächst weiterhin.

Zu Gast: Dorit Siemers, Luz Kerkeling

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Landraub

23.03.2017, 19.30 Uhr

Landraub
Österreich 2015, 90 Min.
Regie: Kurt Langbein

Nach der Finanzkrise 2008 hat das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Mit dem Landraub wollen die Reichsten der Welt sich Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt sichern. Statt Bauern bestimmen dann Profitinteressen über die Böden. LANDRAUB portraitiert die Investoren und ihre Opfer. Ihr Selbstbild könnte unterschiedlicher nicht sein. Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen. Die Böden werden für GPS-gesteuerte Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Eine Fläche halb so groß wie Europa wurde bereits aufgekauft, die Bauern und indigenen Völker mussten weichen. Statt Nahrung für die Region anzupflanzen, wird im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert. Es sind Programme der EU, die zu Megaplantagen für die Agrosprit-Erzeugung und zur Zuckerproduktion führen.

Einführung: Attac – Oldenburg

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Von Bananenbäumen träumen

30.03.2017, 19.30 Uhr

Von Bananenbäumen träumen
D 2016, 92 Min
Regie: Antje Hubert.

Drei Jahre begleitete Antje Hubert ein Dorf, das sich mit viel persönlichem Einsatz und innovativen Ideen gegen seinen schleichenden Untergang wehrt.
Die Bewohner von Oberndorf wollen nicht länger tatenlos zusehen, wie ihr Dorf immer mehr verwaist. Ein ehrenamtlich betriebenes Café macht den Anfang. Als jedoch die Schule geschlossen werden soll, erkennen Einheimische und Zugereiste, dass sie vor einer viel größeren Herausforderung stehen: Das Dorf muss Geld verdienen, damit die jungen Familien nicht abwandern. Mithilfe eines Projektentwicklers schmieden sie einen kühnen Plan und gründen eine Aktiengesellschaft. Ihr Geschäfts- modell basiert auf Gülle, die im Überfluss vorhanden ist. Mit ihr soll eine Biogasanlage betrieben werden, die die Aufzucht afrikanischer Welse – einer wohlschmeckenden Speisefischart – und den Betrieb von Treibhäusern für exotische Früchte wie Bananen in einem abfallfreien Kreislauf möglich macht. Die Idee zündet. Doch bis die ersten Fische kommen, ist es ein weiter Weg.

Zu Gast: Barbara Schubert aus Oberndorf

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