Filmriss – politisches Kino, Gespräche, Diskussionen
Programm
Klassenverhältnisse – soziale Realität und Perspektiven für Veränderung. Eine Filmreihe mit Gästen, 1. Abend
Verkehrswendestadt Wolfsburg D. 2024, 60 Min., Regie: John Mio Mehnert, zu Gast: Lars Hirsekorn, arbeitet seit 1994 bei Volkswagen in Braunschweig in der Fertigung
Freitag, 28. November 2025, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Die Krise der Automobil-und Zulieferindustrie ist da. Weit über 50.000 Stellen wurden in den letzten fünf Jahren
verlagert oder vernichtet. Aber die Profite der Eigentümer wie Wolfgang Porsche oder dem Emirat Katar spru-
deln dabei weiter. Deswegen brauchen wir Konversion - den Umbau der Produktion auf Dinge, die wir wirklich
brauchen - und Vergesellschaftung - die Fabrik denen, die darin arbeiten. In pädagogischer Verantwortung des Vereins
Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V.,
Eintritt: frei
Klassenverhältnisse – eine Filmreihe mit Gästen
vom 28. November. bis 10. Dezember im Oldenburgischen Kulturzentrum PFL
Freitag, 28. November 2025, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Seit Jahren geht die Einkommensschere zwischen Arm und Reich auseinander. Nach der Covid-Pandemie und der Inflation infolge des Ukraine-Krieges verstärken steigende Mieten und die Einsparungen im Sozialsystem für die horrenden Militärausgaben diese Tendenz weiter.
Wo aber ist das gesellschaftliche Subjekt, das die Verhältnisse radikal in Frage stellt? Gibt es noch eine Klasse der Ausgebeuteten und Erniedrigten, die ihre Lage als gemeinsam begreift? Wo sind die Orte, an denen dies geschehen kann? Verschwimmen Lohnarbeit und Leben? Hindern uns Privilegien in den reichen Metropolen, Gemeinsamkeiten mit den Ausgebeuteten im globalen Süden zu sehen?
Oder brauchen wir ein neues Klassenverständnis, das alle Formen von Fremdbestimmung
umfasst: Die Ausbeutung in und außerhalb der Lohnarbeit, sexistische Rollenzuschreibungen und rassistische Ausgrenzungen. Ein gemeinsames Verständnis von Klasse, das über alle Landesgrenzen nach Verbündeten sucht. Das die Identifikation mit der persönlichen Situation nicht als spezifische Identitätspolitik ausspielt, sondern zum Ausgangspunkt eines
solidarischen Selbstverständnisses mit anderen macht. Das Widersprüche zulässt.
Um all diese Fragen soll es in einer dreiteiligen Filmreihe mit Gästen gehen: „Verkehrswendestadt Wolfsburg“ stellt die Frage, wer eigentlich entscheidet, was und wie produziert wird. „The Pickers“ zeigt die weltweite rassistische Ausbeutungskette am Beispiel der Obstpflücker:in nen. „Niemals Allein-immer Zusammen“ begleitet junge radikale Aktivist:innen in Berlin in unter schiedliche Kämpfe um Lohn, gegen Mietspekulation, bei der Stadtteilarbeit und der internationa len Solidarität.
Klassenverhältnisse – soziale Realität und Perspektiven für Veränderung. Eine Filmreihe mit Gästen, 2. Abend
Film: The Pickers D 2024, 80 Min., Regie: Elke Sasse, zu Gast: Niccolo Parigini (zugeschaltet) von Mediterranean Hope
Mittwoch, 03. Dezember 2025, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Seydou, Bahija, Naveed, Adil und Kirti arbeiten in der Orangen-, Oliven-, Erdbeer-, und Blaubeerproduktion in
Italien, Griechenland, Portugal und Spanien. Der Film dokumentiert ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen, in
denen Ausbeutung eher die Regel als die Ausnahme ist. Sie übernachten zum Teil in selbstgebauten Hütten ohne
Strom und Wasser, erhalten keinen Mindestlohn, haben keine soziale Absicherung. Dass es auch anders geht,
zeigt der Film am Beispiel von Faire Orangen aus Italien, die es im Winter auch im Weltladen Oldenburg gibt. In Kooperation mit Weltladen Oldenburg und ÖZO e.V.. In pädagogischer Verantwortung des Vereins
Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V., Eintritt: frei
Klassenverhältnisse – soziale Realität und Perspektiven für Veränderung. Eine Filmreihe mit Gästen, 3. Abend
Film: Niemals allein - Immer zusammen D 2024, 91 Min., Regie: Joana Georgi, zu Gast: Christian Naaf von KlimaVernetzt Oldenburg und klimaprojekte-oldenburg.de
Mittwoch, 10. Dezember 2025, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Quang, Patricia, Simin, Zaza und Feline sind jung und organisiert. Sie engagieren sich bei „Fridays for Future“,
„Deutsche Wohnen & Co. enteignen“, kämpfen in der Berliner Krankenhausbewegung und setzen sich für die Auf-
arbeitung rassistisch motivierter Gewalt ein. Sie sind vernetzt und bringen ihre Ideen in die Herzen ihrer Altersge-
nossen. In einer zunehmend gespaltenen und polarisierten Welt zeigen sie Wege aus der politischen Lethargie. In pädagogischer Verantwortung des Vereins
Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V., Eintritt: frei
12. Oldenburger Filmtag gegen den Krieg
Leningrad. Stimmen aus einer belagerten Stadt, D 2023, 89 Min., Regie: Artem Demenok, Einführung: Wolfgang Müller Deutsch-Russische Friedenstage Bremen e.V.
Donnerstag, 18. September 2025, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Drei Jahre lang, von 1941 bis 1944, belagerte und bombardierte die deutsche Wehrmacht die russische Stadt Leningrad (heute St.Petersburg). Über eine Million Menschen kamen bei den Angriffen wie auch durch Hunger und Kälte um. Der Dokumentarfilm rekonstruiert die Zeit mithilfe von Tagebuchauszügen und privaten Notizen, insbesondere von Leningrader Frauen. Die vielstimmigen,
erschütternden Berichte erinnern an ein besonders grausames Kapitel des Krieges, unterstützt
von Filmmaterial, das wie die Texte jahrzehntelang in der Sowjetunion in den Archiven lagerte.
Eine Veranstaltung von Filmriss e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.
Den Frieden gewinnen – nicht den Krieg
Demonstration am Ostersamstag, Auftakt: Julius-Mosen-Platz
Samstag, 19. April 2025, 11:00 Uhr
Julius-Mosen-Platz, 26122 Oldenburg
Julius-Mosen-Platz, 26122 Oldenburg
Wir leben in einer Zeit der Militarisierung und Aufrüstung. Das wird deutlich durch boomende Rüstungskonzerne, offensive Werbung der Bundeswehr an Schulen und autoritären Tendenzen in Deutschland, wie zum Beispiel mehr Befugnissen für die Polizei und Geheimdienste oder das Verbot von Zivilklauseln an Universitäten. Außerdem drohen weitere massive Kürzungen der Gelder für Soziales, Gesundheit, Kultur, Klimaschutz und Bildung.
Urgewald – Auf den Spuren des Geldes
Deutschland 2023 / 65 Minuten Regie: Karin Wejdling, Peter Wejdling, Zu Gast: Karin Wejdling, Ute Koczy von urgewald
Donnerstag, 10. April 2025, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Naturzerstörung und Missachtung von Menschenrechten – dahinter stecken oft Großkonzerne und Banken, die auch unser Geld nutzen. Seit über 30 Jahren deckt die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald solche Finanzströme auf und leistet Widerstand gegen Zerstörung und Vertreibung. urgewald hat Zwangsumsiedlungen verhindert, Streumunitionskredite blockiert und den Bau eines Atomkraftwerks gestoppt.
Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des kleinen Vereins, der zur einflussreichen Organisation wurde – zum Anwalt für Umwelt und Menschenrechte
Geschichte und Wirkung der „Antideutschen“
Vortrag und Diskussion mit Gerhard Hanloser
Freitag, 21. März 2025, 19:00 Uhr
Bibliotheks-Saal der C.v.O. Universität Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg
Bibliotheks-Saal der C.v.O. Universität Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg
Die “antideutsche” Bewegung ist aus linken Strömungen Ende der
1980er Jahren hervorgegangen. Mit der Bezeichnung wendete sie
sich gegen den wiedererstarkten Nationalismus nach der deutschen
Einheit. Gleichzeitig sahen sich einige in der Tradition der Anti-Hitler-
Koalition gegen den deutschen Faschismus im Zweiten Weltkrieg.
Zwar verschwand die (Selbst-)Bezeichnung weitgehend aus der Öffentlichkeit,
allerdings beeinflussen „antideutsche“ Positionen in
vielen Erscheinungsformen die aktuellen politischen Debatten: Aus
einer bedingungslosen Solidarität mit Israel heraus werden teilweise
kritische Stimmen mit Antisemitismus gleichgesetzt. Des Weiteren
werden die Friedensbewegung und pazifistische Strömungen mitverantwortlich
für Kriege und Unterdrückung gemacht.
The Walk
GB, Nordmazed.,USA 2023, 80 min., O.m.e.U., Regie Tamara Kotevska
Dienstag, 11. März 2025, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
THE WALK basiert auf einem außergewöhnlichen Projekt: Das Good
Chance Theatre zieht 2021 mit einer über drei Meter großen Puppe
mit Namen Amal (arabisch: Hoffnung) durch Europa, um auf die Notlage
von unbegleiteten jungen Geflüchteten aufmerksam zu machen.
Der Film folgt der Reise von Amal mit vielen eindrucksvollen Begegnungen,
von der syrischen Grenze über die Türkei bis nach England.
Immer auf der Suche nach Sicherheit und einem Ort, an dem sie sich
willkommen fühlt.
Frieden schaffen – durch Kriegstüchtigkeit oder zivile Konfliktlösungen?
mit Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach und Prof. Dr. Johannes Varwick
Donnerstag, 06. März 2025, 18:00 Uhr
Bibliotheks-Saal der C.v.O. Universität Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg
Bibliotheks-Saal der C.v.O. Universität Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg
In der Veranstaltung werden uns Hanne-Margret Birckenbach (Professorin für Friedens- und Konfliktforschung i.R. und Trägerin des Göttinger Friedenspreises 2023) sowie Johannes Varwick (Professor für
Internationale Beziehungen und europäische Politik an der Universität
Halle-Wittenberg) Impulsbeiträge geben und für eine gemeinsame Diskussion zur Verfügung stehen.
Filmriss e.V. ist über seine Mitarbeit beim "Antimilitaristischen Bündnis Oldenburg" an der Veranstaltung beteiligt (siehe Flyer unter "mehr").
Was es bedeutet, Kriegsdienstverweiger:in in der Türkei zu sein
Zu Gast: Merve Arkun, stellvertretende Vorsitzende des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung und Vorstandsmitglied der War Resisters’ International und Hüseyin Civan, er ist Kriegsdienstverweigerer. Er wurde aufgrund seiner Verweigerung in der Türkei in seinen bürgerlichen Rechten eingeschränkt.
Dienstag, 25. Februar 2025, 19:30 Uhr
Donnerschweer Straße 55, 26123 Oldenburg
Donnerschweer Straße 55, 26123 Oldenburg
In der Gruppe Vicdani Ret İzleme (Beobachtungsstelle Kriegsdienstverweigerung) sind Kriegsdienstverweiger:innen und Unterstützer:innen gemeinsam aktiv. Wir haben sie eingeladen,um uns über ihre Arbeit und Situation zu berichten. Sie werden über ihre Strategien des Widerstands gegen Wehrpflicht und Krieg in der Türkei berichten. Sie werden auch über die Konflikte in den kurdischen Gebieten sprechen und diskutieren, ob Kriegsdienstverweigerung ein Weg sein kann, den Krieg in der Region zu beenden.
Wenn Wohnen zur Ware wird
Sold City - Enteignung statt Miete für die Rendite, Film und Gespräch mit Olaf Haese, ALSO Oldenburg
Mittwoch, 04. Dezember 2024, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
9 von 10 Millionär:innen in Deutschland verdanken ihr Vermögen dem Immobilien- Reichtum.
Seit die Gemeinnützigkeit des Wohnbaus fast überall in Europa aufgehoben ist, gilt Wohnen nicht mehr als Menschenrecht.
Nun entscheidet der Markt, wo Menschen leben. Damit hat sich ein beispielloses System der Vernichtung bezahlbaren Wohnraums etabliert, das unsere Gesellschaft im Kern auseinander
dividiert.
SOLD CITY zeigt die Ursachen dieses Immobilienbooms, wie die Betroffenen ihn erleben und wie wir
uns wehren können.
In Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen und attac Oldenburg
Aus dem Krieg desertieren. Die Geschichte von Ludwig Baumann, Deserteur im 2. Weltkrieg
Die Liebe zum Leben D 2023, Regie: Annette Ortlieb, 63 Min. Film und Gespräch mit der Regisseurin
Mittwoch, 27. November 2024, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
30.000 deutsche Soldaten der Wehrmacht, die im Zweiten Weltkrieg
desertierten, wurden von der NS-Militärjustiz zum Tode verurteilt.
Die wenigen, die überlebten, wurden im Nachkriegsdeutschland nicht rehabilitiert, auch eine Entschädigung für das ertragene Leid gab es nie. Einer von ihnen war der Bremer Ludwig Baumann, selbst ehemaliger Soldat der Wehrmacht, der 1942 desertiert und zum Tode verurteilt worden war. Als späterer Aktivist setzte er sich für die Rehabilitierung der Opfer ein und es ist ihm zu verdanken, dass im Jahr 2002 die Urteile der NS-Militärjustiz gegen die Wehrmachtsdeserteure
aufgehoben wurden.
In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen
11. Oldenburger Filmtag gegen den Krieg
War and Justice, Regie: Marcus Vetter, D 2023, 93 Min., Einführung von Rolf Gössner
Mittwoch, 11. September 2024, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
WAR AND JUSTICE erzählt die 25-jährige Geschichte des Internationalen
Strafgerichtshofs (ICC) in seiner Mission die schwersten
Verbrechen an der Menschheit zu beenden.
Zu Gast: Dr. Rolf Gössner, Jurist und Publizist,
Kuratoriumsmitglied der
Internationalen Liga für Menschenrechte,
Mitherausgeber von Ossietzky -
Zweiwochenschrift für Politik/Kultur/
Wirtschaft.
Verkehrswende für Oldenburg
Film und Diskussion mit Gästen
Mittwoch, 03. April 2024, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Zu Gast: Carlsson Skiba und Aktive von: Wald Wasser Wiesen. RETTEN!, stoppt die Fliegerhorststraße Oldenburg.
Film: Wie gelingt die Verkehrswende? – Metropolen in Bewegung
D.22, Regie: Johan von Mirbach, 52 Min.
Osterdemonstration Oldenburg
Als Mitgliedsgruppe im „Antimilitaristischen Bündnis Oldenburg“ beteiligt sich Filmriss an der Demonstration am Ostersamstag
Samstag, 30. März 2024, 13:00 Uhr
Julius-Mosen-Platz, 26122 Oldenburg
Julius-Mosen-Platz, 26122 Oldenburg
Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg! Verhandlungen statt Eskalation!
Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen!
Die Linke in Russland gegen den Krieg
Vortrag & Diskussion mit Ewgeniy Kasakow, Historiker am Auswandererhaus Bremerhaven
Montag, 26. Februar 2024, 19:30 Uhr
Alhambra, Hermannstr. 83, 26135 Oldenburg
Alhambra, Hermannstr. 83, 26135 Oldenburg
Die Linke in Russland ist seit 2014 in ihrer Haltung zur Ukraine tief gespalten. Während ein Teil Putins Kurs unterstützt, sind andere Teile der Protestbewegung gegen den Krieg.
Ewgeniy Kasakow wird in seinem Vortrag einen Überblick über Positionen und Aktionen der russischen Linken gegen den Krieg in der Ukraine geben. Er wird dabei auch auf die Analyse der Kriegsursachen der linken Opposition sowie auf deren Taktiken im Vorfeld der Präsidentenwahlen 2024 eingehen.
Krisen, Kämpfe, Kriege
Vortrag und Diskussion mit Detlef Hartmann
Montag, 04. Dezember 2023, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Detlef Hartmann, seit Ende der 1960er ununterbrochen aktiv in sozialen, insbesondere Häuserkämpfen, immer in offener
Gegnerschaft gegen formelle Parteibildungen, marxistische Orthodoxie und den Glauben an die Möglichkeit kampfunabhängiger objektiver wissenschaftlicher Erkenntnis.
Schuldenkrise, kriegerische Entwicklungen, wachsende Konflikte der großen technologisch/ökonomischen Mächte USA und China und Klimakrise verbinden sich mit weiteren Krisenmomenten derzeit zu einem bedrohlichen Knoten. Wie ist das zu bewerten und was können wir angesichts einer ähnlichen Situation vor 100 Jahren aus der Geschichte für die Zukunft lernen? Und wie steht es um die Perspektiven der gesellschaftlichen Linken?
Black Box
D 2023, Regie: Asli Özge, 119 Min., mit: Luise Heyer, Felix Kramer, Anne Ratte-Polle, Christian Berkel
Mittwoch, 29. November 2023, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Es herrscht Ausnahmezustand. Ein großstädtischer Innenhof ist gesperrt.
Aufgrund eines nicht erklärten Vorfalls riegelt die Polizei alle
Hofzugänge ab. Die Bewohner:innen sind verunsichert. Gerüchte befeuern
allmählich Ängste. Argwohn und Verdächtigungen greifen um sich,
Vorurteile spalten die Nachbarschaft. Die Hausgemeinschaft gleicht
einem Mikrokosmos der Gesellschaft.
Einschüchtern zwecklos
Unermüdlich gegen Krieg und Gewalt – was ein Einzelner bewegen kann. Lesung und Gespräch mit Jürgen Grässlin
Donnerstag, 23. November 2023, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Jürgen Grässlin ist Aktivist, Friedenskämpfer, Optimist – vor allem aber ein
hartnäckiger Stachel im Fleisch der Rüstungsindustrie. Seit Jahrzehnten
setzt er sich erfolgreich gegen den weltweiten Waffenhandel ein.
10. Oldenburger Filmtag gegen den Krieg
Die Staatsfeinde - Kalter Krieg und alte Nazis D 2018, 72 Min., Regie: Daniel Burkholz Einführung: Dr. Rolf Gössner, Bremen
Mittwoch, 21. Juni 2023, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Der Film erzählt die Geschichte von Menschen, die nach dem 2. Weltkrieg die Einführung einer Armee in der Bundesrepublik
Deutschland unbedingt verhindern wollten. Verfolgt, angeklagt und verurteilt wurden sie oftmals von den alten Nazis, die
wieder die Machtpositionen in Staat, Gesellschaft und Politik besetzt hatten.
Zu Gast: Dr. Rolf Gössner, Jurist und Publizist, Kuratoriumsmitglied der
Internationalen Liga für Menschenrechte, Mitherausgeber von Ossietzky -
Zweiwochenschrift für Politik/Kultur/Wirtschaft.
Geopolitische Konfrontationstatt grüner Transformation, Teil 2: Vortrag
Birgit Mahnkopf, Professorin für Europäische Gesellschaftspolitik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin i.R., assoziiertes Mitglied am dortigen Institute of Political Economy (IPE Berlin).
Donnerstag, 27. April 2023, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Birgit Mahnkopf: Geopolitische Konfrontation statt grüner Transformation.
In dem Vortrag soll dargestellt werden, warum sich
gegenwärtig ein „perfekter Sturm“ (N. Roubini) zusammenbraut, der uns einem Kollaps der ökologischen, wie der sozio-ökonomischen Grundlagen des modernen
Industriekapitalismus nahebringt
Geopolitische Konfrontation statt grüner Transformation, Teil 1: Film
Eine Revolution – Aufstand der Gelbwesten F 2021, Regie: Emmanuel Gras, 104 Min, O.m.dt.U.
Donnerstag, 20. April 2023, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Im Oktober 2018 verfügt die Regierung Macron die Erhöhung der Treibstoffsteuer. Diese Maßnahme löst
eine Protestwelle in ganz Frankreich aus. Die Bevölkerung geht überall im Land auf die Straße: Es ist der Beginn der „Gelbwestenbewegung“. Emmanuel Gras zu seinem Film:
„Ich fand mich am Rande von Chartres, wo ich zu den Treffen der Gelbwesten am Kreisverkehr stieß. Es waren etwa 30 Personen, die mich herzlich empfingen.
Ich habe zuallererst viele Rentner:innen getroffen, von denen einige in den Gewerkschaften aktiv waren und viele Enttäuschungen hinter sich hatten. Weiter viele prekär Beschäftigte, Saisonarbeiter:innen, wiederholt befristet Beschäftigte, Kleinstselbständige, aber auch
Arbeiter:innen, Techniker:innen, junge Menschen in Maßnahmen, die auf der Suche nach einer Perspektive waren, Arbeitslose und Bezieher:innen von Sozialhilfe.
Ich realisierte, dass ich vor mir das Ergebnis von zig Jahren Zerstörungsarbeit am Sozialgefüge des Proletariats hatte. Dort, wo es früher Denktraditionen gab, solidarische
Netzwerke, Gewohnheiten gegenseitiger Hilfe, gab es jetzt nur mit ihren Problemen allein gelassene Individuen. Bis zu dem Tag, als sie sich auf diesem Kreisverkehr
versammelt hatten. Ich spürte in ihrer totalen Weigerung, sich einer Partei
anzudienen, dem Misstrauen gegenüber den etablierten Gewerkschaften, der Mischung von sehr sozialen Forderungen mit auch reaktionären Meinungen, dass sie sich
aus einem Grund versammelten, der quer zu allen politischen Richtungen stand: Sie erkannten sich als Gelbwesten, weil sie den gleichen Alltag teilten, die gleichen
Sorgen, die gleichen Probleme, die gleiche Realität“.
Den Krieg beenden!
Vortrag von Jürgen Wagner, Politikwissenschaftler und Historiker. Im Vorstand der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V..
Dienstag, 28. März 2023, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Der Krieg in der Ukraine dauert jetzt über ein Jahr. Er wurde durch einen
völkerrechtswidrigen Überfall Russlands verursacht und hat sich seitdem zu einem
furchtbaren und blutigen Abnutzungskrieg entwickelt. Immer stärker haben die
westlichen Staaten mit Waffenlieferungen an die Ukraine eingegriffen.
Wo soll diese Entwicklung enden? Die Gefahr eines atomaren Schlagabtauschs ist real.
In der Veranstaltung mit Jürgen Wagner soll es um die Kritik an der westlichen Politik und an der fortschreitenden Militarisierung der
Gesellschaft gehen.
9. Oldenburger Filmtag gegen den Krieg
This Rain Will Never Stop Ukr., Lett., D., Katar 2020, 104 Min., O.m.dt.U., R: Alina Gorlova Zu Gast: Quasim Kulug und Christian Katz, Städtefreundschaft Oldenburg-Afrin e.V.
Dienstag, 05. Juli 2022, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Der 20-jährige Andriy Suleyman wurde als Sohn eines kurdischen Vaters und einer ukrainischen Mutter in Al-Hasaka Syrien geboren. Im Jahr 2012, als Andriy in der 9. Klasse
war, floh seine Familie vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Lyssytschansk, die Heimat
seiner Mutter in der Ostukraine. Doch kurz nachdem sie ihr neues Leben begonnen
haben, holt der Krieg die Familie wieder ein, als plötzlich ein neuer Konflikt in der Ukraine
ausbricht.
Als Andriy zur Hochzeit seines Bruders nach Deutschland reist, sieht er den Ort, den
seine Verwandten als „gelobtes Land“ bezeichnen. Doch anstatt ebenfalls nach Europa
zu gehen, zieht es ihn, trotz der zunehmenden Zerstörung und Verwüstung, zurück in
seine Heimat, den Nahen Osten.
„Drei zu Eins“ – Teil 3: Kapitalismus
Film: Die Stadt als Beute DE 2015, 82 Min. Regie: Andreas Wilcke Zu Gast: "Alle bleiben wohnen", Bremen
Mittwoch, 01. Juni 2022, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Überall gilt Berlin plötzlich als „the place to be“. Jeder will hier wohnen und viele kaufen sich hier Wohnungen, die verglichen mit „zu Hause“ spottbillig sind. Das sorgt für soziale Spannungen.
Der Film begleitet Makler, Investoren und Kaufinteressente bei der Schnäppchenjagd und Mieter beim Gang durch die Institutionen. Die Zuschauer:innen sind
quasi live dabei, wenn im Zeitraffertempo eine ganze Stadt umgekrempelt wird, und sie erhalten eine Ahnung davon, welche Dynamik die Erschließung der Ressource Wohnraum angenommen hat.
„Drei zu Eins“ – Teil 2: Rassismus
Film: Spuren - Die Opfer des NSU DE 2019, 81 Min. Regie: Aysun Bademsoy Zu Gast: Caro Keller, NSU-Watch Berlin
Dienstag, 24. Mai 2022, 19:30 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Zwischen September 2000 und April 2007 wurden acht Männer mit
türkischen Wurzeln, ein griechischstämmiger Mann sowie eine deutsche
Polizistin ermordet. Die Ermittlungen wurden zunächst ausschließlich
im Umfeld der Opfer mit Verdacht auf Drogenhandel und organisierte
Kriminalität geführt. Die Familien der Ermordeten wurden so ein weiteres
Mal zu Opfern, diesmal von vorurteilsvoller Stigmatisierung und
strukturellem Rassismus.
In ihrem Dokumentarfilm begibt sich die türkischstämmige Regisseurin
Aysun Bademsoy auf die Suche nach diesen Spuren und stellt sich dabei
die Frage, welcher Prozess diese Verletzungen überhaupt heilen könnte.
SPUREN ist ein vielschichtiger Dokumentarfilm, der das Scheitern von
Ermittlern und Justiz beleuchtet – und den Angehörigen der Opfer endlich
eine Stimme gibt.
„Drei zu Eins“ – Über den Zusammenhang von Sexismus, Rassismus und Kapitalismus. Eine Filmreihe mit Gästen.
Donnerstag, 01. Januar 1970, 00:00 Uhr
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg
Khabar Lahariya ist die einzige seit vielen Jahren von Dalit-Frauen geführte
Zeitung Indiens. Diese „Unberührbaren“ sind noch unterhalb des
Kastensystems angesiedelt. Mit wieviel Mut, Beharrlichkeit und gegen
alle Widrigkeiten eines gefährlichen Redaktionsalltags sie ihren investigativen
Journalismus betreiben, verschlägt uns den Atem. Sie berichten
über Vergewaltigungen, die Minenmafia und nehmen die Kandidaten
der nationalen Wahlen ins Visier. Nun steht der Wechsel ins digitale
Zeitalter an. Ein respektvoll erzählter Film – der ebenso einzigartig wie
universell ist.
Oscar - Nominierung 2022
